EU kämpft um gemeinsame Stimme in Umweltfragen und schwächt sich damit selbst

Die 27 Mitgliedstaaten blockieren sich bei unterschiedlichen Umweltthemen gegenseitig und verhindern so ein gewichtiges, einheitliches Auftreten bei internationalen Verhandlungen.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union schaffen es nicht, bei Verhandlungen über internationale Umweltverträge mit einer gemeinsamen Stimme aufzutreten und schwächen sich damit selbst. „Die EU müsse rascher auf eine einheitliche Position kommen, um früh genug auf die internationalen Verhandlungspartner eingehen zu können“, so Joe Hennon, Sprecher für interinstitutionelle Beziehungen und Kommunikationsstrategie von EU-Vizepräsidentin Margot Wallström. Anzeichen für die derzeitigen Probleme der EU waren schon bei internationalen Verhandlungen zum Walfang und der „Convention on International Trade in Endangered Species“ (CITES) ersichtlich. So wollten die EU-Länder beim letzten Treffen der CITES mit einer gemeinsamen Stimme zum Schutz des Roten Thunfisches auftreten, waren aber so mit internen Unstimmigkeiten beschäftigt, dass sie kaum Einfluss auf das Endergebnis hatten. Auch bei Verhandlungen über den internationalen Walfang zeichnete sich die Union nicht aus. So konnte Dänemark, das sich als einziger EU-Mitgliedstaat für den Walfang aussprach, die Bemühung aller anderer Mitgliedstaaten blockieren und das Gemeinschaftsinteresse in den Hintergrund drängen.

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