EU-Kommission beschließt strikteres Umweltzeichen gegen Mikroplastik in Kosmetika

Chemie & Nanotechnologie

Ein Verbot von Mikroplastik und die Verpflichtung auf nachhaltiges Palmöl sind die primären Neuerungen der Mitte Dezember in Kraft getretenen Regelungen des EU-Umweltzeichens. Diese gelten für Shampoos, Seifen und weitere Kosmetikartikel.

Die EU-Kommission hat darüber hinaus neue Nanomaterialen in die Verbotsliste für ökozertifizierte Kosmetika aufgenommen. Darunter fallen Nanosilber, Parabene und EDTA (Komplexbildner für beispielsweise Reinigungsmittel). Auch das Verdünnungsvolumen von weiteren toxischen Stoffen wird stärker reglementiert sowie die biologische Abbaubarkeit der Inhaltsstoffe gefordert. Zusätzlich gibt es stärkere Auflagen für Verpackungen, sogenannte Sekundärverpackungen sind größtenteils verboten.

Die Unternehmen mit den Ökozeichen haben ein Jahr Zeit, um die erneuerten Regelungen von 2007 umzusetzen. Umweltverbände hatten von der EU-Kommission ein komplettes Verbot von Nanomaterialien gefordert. [Quelle, DNR]

DNR: EU-Kommission beschließt strikteres Umweltzeichen gegen Mikroplastik in Kosmetika
Entscheidung der EU-Kommission