EU-Kommission empfiehlt Mindestgrundsätze für Schiefergas
Energie
Die Europäische Kommission hat heute, Mittwoch, eine Empfehlung im Zusammenhang mit dem sogenannten Fracking erlassen. Diese vor allem für die Schiefergasförderung angewandte Technik der hydraulischen Stimulation durch Hochvolumen wird international von UmweltschützerInnen heftig kritisiert, weil sie Gesundheit um Umwelt gefährdet.Die Empfehlung der EU-Kommission „soll allen Mitgliedstaaten, die diese Technik anwenden wollen, helfen, Gesundheits- und Umweltrisiken zu vermeiden und die Transparenz für den Bürger zu verbessern. Sie bildet auch die Grundlage für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen für die Industrie und schafft klarere Rahmenbedingungen für Investoren“. Da die meisten EU-Umweltvorschriften aus der Zeit vor dem Hochvolumen-Hydrofracking stammen, werden bestimmte Umweltaspekte in der geltenden EU-Gesetzgebung nicht genügend berücksichtigt, schreibt die EU-Kommission in ihrer Pressemitteilung.
Die Empfehlung der EU-Kommission geht mit einer Mitteilung einher, welche die Möglichkeiten und Probleme der Anwendung der Fracking-Technik für die Kohlenwasserstoffförderung untersucht.
Die EU-Kommission empfiehlt unter anderem, Projekte vorauszuplanen und etwaige kumulative Wirkungen zu evaluieren, bevor Genehmigungen erteilt werden; Umweltauswirkungen und Umweltrisiken sorgfältig zu prüfen; zu gewährleisten, dass die Bohrlochintegrität den Bestpraktiken entspricht; die Qualität von Gewässern, Luft und Boden vor Ort zu kontrollieren, bevor die Bohrungen anlaufen, um etwaige Veränderungen feststellen und auftretende Risiken bewältigen zu können; Emissionen in die Luft, einschließlich Treibhausgasemissionen, durch Gasabscheidung unter Kontrolle zu halten; die Öffentlichkeit über die in den einzelnen Bohrlöchern verwendeten Chemikalien zu informieren und sicherzustellen, dass Bohrlochbetreiber während des gesamten Projekts bewährte Praktiken anwenden.