EU-Kommission fördert Interoperabilität der europäischen Eisenbahnen
Verkehr & Luft & Industrie
Derzeit gibt es in Europa mehr als 20 verschiedene Signalsysteme.Die Europäische Kommission hat letzten Mittwoch, 25. Jänner 2012, einen Beschluss erlassen, mit dem das Verfahren für die Zertifizierung und Genehmigung von Strecken und Zügen, die mit dem standardisierten europäischen Zugsicherungs- und Zugsteuerungssystem (ETCS) für die Signalgebung und Beeinflussung der Zuggeschwindigkeit ausgerüstet sind, verbessert wird.
Die Inkompatibilität der derzeit mehr als 20 unterschiedlichen Signalsysteme ist eine der größten technischen Hinderungen für den grenzüberschreitenden Verkehr. An den Grenzen müssen entweder Lokomotiven ausgewechselt werden, was sehr zeitaufwendig ist, oder die Züge müssen technisch mit mehreren Bordsystemen ausgerüstet werden, was sehr teuer ist. Das hat vor allem negative Konsequenzen für den Güterverkehr.
Nach Berechnungen der EU-Kommission könnte die Kapazität des Güterverkehrs auf den Schienen stark erhöht werden, wenn das europäische Eisenbahnverkehrsleitsystem (ERTMS) konsequent auf allen wichtigen Eisenbahn-Korridoren installiert werden würde.
Zur Zeit sind in Europa rund 4.000 Streckenkilometer mit ECTS ausgerüstet, weitere 4.000 Kilometer sollen in den nächsten 2-3 Jahren dazu kommen.