EU-Kommission genehmigt Österreichs Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs), Natur & Biodiversität

Die Europäische Kommission hat am Freitag, 12. Dezember 2014, für Österreich, Polen und Dänemark die ersten drei von insgesamt 118 Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum (EPLR) genehmigt, deren Ziel darin besteht, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft zu verbessern, Landschaften zu erhalten, das Klima zu schützen und das wirtschaftliche und soziale Gefüge ländlicher Gemeinschaften in der Zeit bis 2020 zu stärken. Für die 118 Mehrjahresprogramme, die auf nationaler oder regionaler Ebene durchgeführt werden, stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Zeitraum 2014-2020 zusätzlich zu den Fördergeldern aus nationalen, regionalen und privaten Quellen EU-Mittel in Höhe von insgesamt 96,6 Milliarden Euro bereit.

In dem österreichischen Programm ist festgelegt, wofür Österreich die öffentlichen Gelder in Höhe von 7,7 Milliarden Euro im Zeitraum 2014-2020 vorrangig verwenden will. Die 3,94 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt werden ergänzt durch 3,76 Milliarden Euro aus nationaler Kofinanzierung sowie durch weitere 111 Millionen Euro aus nationalen Fördermitteln.

71 % der Mittel sind für eine bessere Naturpflege und für eine umweltfreundliche Landwirtschaft vorgesehen. 80 % der Ackerflächen sollen für Agrarumweltmaßnahmen, ökologischen Landbau oder als Gebiete mit naturbedingten Benachteiligungen genutzt werden. Rund 600.000 Schulungen sollen Innovationen bewirken und zu einer nachhaltigen Landwirtschaft führen. In die Struktur von 20.000 Betrieben soll ebenso investiert werden wie in die ländliche Infrastruktur.
Ein als Download verfügbares Datenblatt informiert darüber, wie Österreich die Herausforderungen und Zielsetzungen angehen will. Die Tabelle im Anhang gibt Aufschluss über Prioritäten, Schwerpunktbereiche und spezifische Ziele sowie über die jeweils zugewiesenen Mittel.

EU-Kommission Pressemitteilung
EU-Kommission MEMO – Factsheet österreichisches Programm