EU-Kommission: Kein generelles Kunstrasen-Verbot geplant

26. Juli 19

Berichte um ein vermeintlich geplantes Verbot von Kunstrasen-Sportplätzen durch die EU-Kommission sorgten Anfang dieser Woche für Aufregung. Sportvereine und VertreterInnen vor allem aus dem Fußball, sorgten sich um den Fortbestand des aktuellen Spielbetriebs. Nun reagierte die Kommission darauf und stallt klar, dass kein generelles Verbot von Kunstrasenplätzen geplant ist. 

Eine Sprecherin der Kommission ließ jedoch offen, ob das Plastikgranulat, das auf den Plätzen derzeit zum Einsatz kommt, langfristig verboten werden könnte. Dieses dient dazu, das Verletzungsrisiko der SpielerInnen zu verringern und das Ballverhalten auf dem künstlichen Untergrund zu verbessern. 

Zwar wolle die EU-Kommission gesundheits- und umweltschädliches Mikroplastik in der EU verringern, es werde jedoch eine verhältnismäßige Entscheidung getroffen werden. Die Diskussion über ein vermeintliches Verbot von Kunstrasenplätzen hatte begonnen, nachdem die Europäische Chemikalienagentur mitgeteilt hatte, "Informationen zur Verwendung von Einstreumaterial bei Kunstrasenplätzen" zu sammeln.
 

WDR: EU-Kommission bremst Kunstrasen-Diskussion