EU-Kommission muß Liste mit Argumenten gegen den Anbau von Gentechnik-Pflanzen erstellen

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

EU-Umweltminister äußern Bedenken gegen Gesetzesentwurf der Kommission.
Ein Gesetzesentwurf der Europäischen Kommission vom Juli 2010 soll es den EU-Mitgliedstaaten ermöglichen, den Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen in ihren Ländern zu verbieten. Diese Verbote sollen auch mit anderen Argumenten als nur mit Gesundheit und Umweltschutz begründet werden können.
Der Anbau gentechnisch maniplierter Pflanzen stößt in vielen EU-Mitgliedsländern auf Widerstand, in Österreich ist die Ablehnung besonders hoch. Das mögliche Verbot des Anbaus in einzelnen Mitgliedsländern soll dazu beitragen, dass der Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen nicht im ganzen EU-Gebiet gestoppt, sondern grundsätzlich vorangetrieben wird. Der Vorschlag gilt jedoch als problematisch, da es Bedenken wegen der Kompatibilität mit bestehenden EU-Verträgen gibt.
Die EU-Minister entschieden deshalb jetzt bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel, dass die Kommission eine Liste mit Argumenten erarbeiten muss, die es den Mitgliedstaaten ermöglichen soll, den Anbau dieser Pflanzen in ihren Ländern zu verbieten.
Weiters bestanden die EU-Minister auf der vollständigen Umsetzung der Ministerresolution von 2008 über genetisch veränderte Organismen, bevor der Gesetzvorschlag der Kommission weiter entwickelt werden kann.

EU-Kommission: Gesetzesentwurf - Anbau von genetisch veränderten Pflanzen in den einzelnen Mitgliedsländern COM(2010)380 final
Pressemitteilung des Rates der Europäischen Union