EU- Kommission: neue Plattform zur Beilegung sozialer Konflikte um Großraubtiere

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

In 21 Mitgliedstaaten der EU lebt mittlerweile mindestens ein Europäischer Braunbär, Wolf, Vielfraß oder Luchs in freier Wildbahn. Um die sozialen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen, die zuweilen mit der Wiederausbreitung der Wildtiere einhergehen, hat die Europäische Kommission eine Plattform eingerichtet, auf der Landwirte und NaturschützerInnen, Jäger, Landbesitzer und WissenschafterInnen ihre Ideen darüber austauschen können, wie Menschen und Großraubtiere innerhalb des gleichen Raums am besten miteinander auskommen können.

„In der Europäischen Union sind fünf Großraubtierarten heimisch, deren Bestand und Verbreitung durch den Einfluss des Menschen dramatisch zurückgegangen ist. Dank eines verstärkten Schutzes und einer zunehmenden Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die zentrale Rolle dieser Arten in gesunden Ökosystemen wurde ihr Bestand jedoch mittlerweile stabilisiert. Zum Teil ist er sogar wieder angewachsen und sie haben sich in Gebieten wiederangesiedelt, in denen sie seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten nicht mehr vorkamen. Diese Bestandserholung, die manche als einen großen Naturschutzerfolg sehen, stößt jedoch bei anderen auf Widerstand.“

Die folgenden acht Interessenverbände sind Unterzeichner der Vereinbarung über die Plattform: der Internationale Jagdrat zur Erhaltung des Wildes (CIC), Europäische Landwirte und ihre Genossenschaften in der Europäischen Union (COPA-COGECA), European Landowners’ Organization (ELO), der Dachverband EUROPARC, Federation of Associations for Hunting and Conservation of the EU (FACE), der Gemeinsame Vertreter der finnischen und schwedischen Rentierzüchter, das European Union Representative Office der Weltnaturschutzunion (IUCN) und das European Policy Office des World Wide Fund for Nature (WWF).

EU-Kommission Pressemitteilung
EU-Kommission Plattform Großraubtiere (Englisch)