EU-Kommission präsentiert Vorschläge für Fangquoten im Atlantik und in der Nordsee

Natur & Biodiversität

Gesamtverringerung der Fangmengen 2012 im Vergleich mit 2011 um 11 Prozent.

Die EU-Kommission hat gestern, Dienstag, ihren ersten Vorschlag für die Fangmöglichkeiten für bestimme Fischbestände im Atlantik und in der Nordsee präsentiert. Der Vorschlag bezieht sich nur auf die 83 Fischbestände, für welche die EU autonome Gesamtfangmengen (TAC) beschließt. Für weitere 66 Bestände müssen die Fangmengen gemeinsam mit anderen Staaten ausgehandelt werden.

Die EU-Kommission schlägt für das nächste Jahr eine Verringerung der zulässigen Gesamtfangmengen (nach Gewicht) um 11 Prozent vor.
Für gewisse Bestände und Fanggebiete soll es massive Erhöhungen geben. Für Kabeljau soll es in bestimmten Gebieten eine Erhöhung der Fangquote von 141 Prozent geben, für den Seeteufel ist eine Erhöhung von 110 Prozent geplant (Hering: + 60%, Schellfisch: +25%, Seehecht: +15 %, plus Erhöhungen für weitere Fischarten zwischen zwei und neun Prozent).

Für die meisten Fischarten wird eine Beschränkung der Fanquoten vorgeschlagen (10-25%). Ein großes Problem bei der Festsetzung der Fangquoten ist das Fehlen von wissenschaftlichen Gutachten über die wahren Bestände der Fische in den Meeren.

EU-Kommission Pressemitteilung