EU-Kommission: Umweltauswirkungen von Gebäuden verringern
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Die EU-Kommission hat am 2. Juli 2014 neue Vorschläge angenommen, mit denen die Umweltauswirkungen von neuen und renovierten Gebäuden durch Erhöhung der Ressourceneffizienz und die Verbesserung der verfügbaren Informationen über die Umweltfreundlichkeit von Gebäuden verringert werden sollen.Beinahe die Hälfte des Endenergieverbrauchs und der geförderten Werkstoffe sowie etwa ein Drittel des Wasserverbrauchs in der EU stehen laut Angaben der Kommission in Zusammenhang mit dem Bau und der Nutzung von Gebäuden.
Der Bau, die Nutzung und der Abriss von Gebäuden haben oft erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Die Kommission weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren bei der Energieeffizienz zwar Fortschritte erzielt wurden, aber über die Umweltverträglichkeit von Gebäuden insgesamt liegen nur sehr wenige Daten vor.
Laut einer Eurobarometer-Umfrage „wären 79 % der Haushalte in der EU bereit, beim Kauf oder bei der Miete einer Immobilie Umweltaspekte zu berücksichtigen. Trotzdem wurden bisher nicht einmal 1 % der Gebäude in Europa unter diesem Aspekt bewertet.“
Die neuen Vorschläge sollen dazu beitragen, dass „Architekten, Hersteller von Bauprodukten, Bauunternehmen und potenzielle Mieter oder Käufer von Immobilien Zugang zu besseren Informationen über die diesbezüglichen Umwelt- und Gesundheitsaspekte erhalten. Hierdurch ließen sich die Umweltauswirkungen der unterschiedlichen Lösungen für den Entwurf, den Bau und den Abriss leichter miteinander vergleichen, wodurch wiederum der Anreiz für nachhaltiges Bauen in der EU verstärkt würde.“
Die EU-Kommission will jetzt gemeinsam mit Interessensträgern und nationalen Behörden einen Regelungsrahmen mit einer begrenzten Zahl von Kernindikatoren erarbeiten, um die Umweltverträglichkeit von Gebäuden zu bewerten. „Außerdem werden Schritte unternommen, um die Umweltverträglichkeit von Gebäuden direkt zu verbessern. Mit den neuen Vorschlägen soll es künftig einfacher werden, Bau- und Abbruchabfälle zu recyceln und beim Neubau oder bei der Renovierung wiederzuverwenden. Dies bedeutet, dass weniger Abfälle auf Deponien entsorgt und weniger neue Materialien verwendet werden müssen.“
EU-Kommission Pressemitteilung
Eurobarometer Umfrage: Flash Eurobarometer 367