EU-Kommission will keine Treibstoffe aus kanadischem Treibsand

Energie, Klima & Energie

Die EU-Kommission plant ein Importverbot für Treibstoffe aus kanadischen Teersanden. Deswegen macht die Regierung der Ölprovinz Alberta nun Druck, berichtet die „taz“ in einem Artikel über die Lobbying-Tätigkeiten der Kanadier.

„Seit einigen Tagen touren gleich zwei Minister aus Kanada durch die europäischen Hauptstädte, um hinter verschlossenen Türen die Regierungen von der Umwelt- und Klimaverträglichkeit des Teersands zu überzeugen“, schreibt die Journalistin Ruth Reichstein in ihrem Artikel „Lobbyarbeit für Klimakiller“.

Die EU-Kommission will den Import des Teersand-Öls eigentlich verbieten, scheitert bisher aber an der intensiven Lobbying-Arbeit der Kanadier, die der EU sogar mit einem Handelsstreit bei der Welthandelsorganisation drohen.

Laut Angaben von „Friends of the Earth“ organisierte die kanadische Regierung allein im Jahr 2010 in der EU über 100 Lobbying-Veranstaltungen, berichtet die „taz“.

„Gleich zwei Tage hatte sich die kanadische Umwelt- und Nachhaltigkeitsministerin Diana McQueen für Brüssel reserviert. Sie besuchte Vertreter der Generaldirektion Klima in der Europäischen Kommission und lud Abgeordnete des Europäischen Parlaments zu einem Treffen ein. Ob sie auch bei EU-Energiekommissar Oettinger vorbeischaute, wollten weder die Kanadier noch die EU-Kommission verraten“, berichtet Reichenstein. „In der Kommission wollte sich offiziell niemand zu dem Besuch äußern. Es hieß nur, man werde die jeweiligen Standpunkte noch einmal darlegen, sich aber nicht beeinflussen lassen.“

Den vollständigen Artikel von Ruth Reichenstein über das Lobbying aus Kanada können Sie auf der Webseite der „taz“ lesen.

taz: Lobbyarbeit für Klimakiller