EU-Kommission zeichnet beispielhafte Naturschutzprojekte aus ganz Europa aus.
Die Gewinner der Natura-2000-Preise von 2016 stehen fest. Bei den sechs Preisträgern handelt es sich um Projekte aus Bulgarien, Lettland, Spanien und dem Vereinigten Königreich sowie um grenzübergreifende Projekte aus Belgien, Frankreich, Griechenland, Bulgarien, Ungarn, Finnland und Norwegen.
Mit den jährlich verliehenen Natura-2000-Preisen werden Erfolge beim Naturschutz in der EU gewürdigt. Sie sollen Initiativen zum Schutz der Natur in ganz Europa stärker ins Bewusstsein rücken, die der Lebensqualität der Menschen und der Wirtschaft zugute kommen, von der ihr Wohlstand abhängt.
Natura 2000 ist ein Netz von über 27.000 Schutzgebieten, das sich über 18 % der Landfläche der EU und mehr als 5 % ihrer Meeresgebiete erstreckt. Mithilfe dieses Netzes soll das Naturerbe Europas geschützt und aufgewertet und somit das langfristige Überleben von Europas wertvollsten und am stärksten bedrohten Arten gesichert werden.
In diesem Jahr geht der Preis der europäischen Bürger an die spanische Initiative zur Erhaltung des Iberischen Luchses, mit der diese weltweit am stärksten gefährdete Katzenart vor dem Aussterben bewahrt werden soll.
In der Kategorie „Erhaltung“ ging der Preis an die Initiative zur Sanierung von Flächenmooren in Dove Stone im Vereinigten Königreich, die von der Royal Society for the Protection of Birds und dem Wasserversorgungsunternehmen United Utilities durchgeführt wurde.
Das Projekt Für den Balkan und seine Menschen: Naturschutz und nachhaltige ländliche Entwicklung in Bulgarien gewann in der Kategorie „Sozioökonomischer Nutzen“, da es den Beweis dafür erbracht hat, dass Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen können und gegenseitig abhängig sind.
Den Preis in der Kategorie „Kommunikation“ erhielt das Projekt Konzerthalle Natur des Verbands „Konzerthalle Natur“ in Lettland für seine Bemühungen, die Kenntnisse der Öffentlichkeit über Natur und Biodiversität auf innovative und künstlerische Weise zu verbessern.
In der Kategorie „Ausgleich von Interessen/Vorstellungen“ ging der Preis an das Projekt Schaffung grüner Korridore für Biodiversität unter Hochspannungsleitungen zwischen Belgien und Frankreich.
Das Projekt zur Erhaltung der Zwerggans, des seltensten Wasservogels in Europa, wurde in der Kategorie „Netze und grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ ausgezeichnet. Partner aus Bulgarien, Finnland, Griechenland, Ungarn, Norwegen und 15 weiteren Ländern arbeiteten gemeinsam an dringenden Erhaltungsmaßnahmen entlang der Flugroute der Vögel; weitere Schwerpunkte waren politische Arbeit, Sensibilisierung, Fortbildung und Umwelterziehung.