EU-Konsultation zu illegalem Artenhandel gestartet
Natur & Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation eingeleitet, um festzustellen, wie die EU den illegalen Artenhandel besser bekämpfen kann.Die Wilderei und der Schmuggel von illegalen Arten hätten bei einigen Arten „noch nie dagewesene Ausmaße erreicht“, informiert die EU-Kommission in einer Pressemitteilung anlässlich des Beginns der Konsultation. „So wurden 2013 in Südafrika über 1.000 Nashörner gewildert im Vergleich zu 13 im Jahre 2007, und das Horn dieser Tiere ist inzwischen wertvoller als Gold. Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt und Umschlagplatz für den illegalen Handel mit Erzeugnissen aus wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, in dem das organisierte Verbrechen eine immer größere Rolle spielt.“
„Straftaten im Zusammenhang mit frei lebenden Tieren und Pflanzen sind äußerst lukrativ und werden nur selten verfolgt. Die wachsende Nachfrage nach illegalen Erzeugnissen hat für einige bereits bedrohte Arten fatale Folgen. Angesichts der neuen Dimension des Problems stellt sich die Frage, wie die EU den illegalen Artenhandel wirkungsvoller bekämpfen kann. Die Kommission möchte daher Meinungen zu zehn Fragen bezüglich des illegalen Handels mit wild lebenden Tieren und Pflanzen einholen, unter anderem zu der Frage, ob der derzeitige Rahmen ausreicht, mit welchen Instrumenten die laufenden Bemühungen verstärkt werden könnten, wie insbesondere die EU helfen kann, wie unsere Kenntnisse und Daten verbessert werden können und ob strengere Sanktionen möglich sind.“
Die öffentliche Konsultation läuft noch bis zum 10. April 2014.
EU-Kommission Pressemitteilung
EU-Konsultation zum illegalen Artenhandel