EU kritisiert Wettbewerbsbarrieren für KonsumentInnen bei der Energieversorgung

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Klima & Energie

Fehlende Transparenz erschwert Kostenvergleich bei der Gas- und Stromversorgung.

Das Energiemarkt-Paket der EU soll für eine umfassende eigentumsrechtliche Entflechtung von Stromproduktion und -vertrieb sorgen und den Wettbewerb am Strom- und Gasbinnemarkt fördern. Wichtiger Teil dieses Pakets ist eine mögliche Kosteneinsparung für KonsumentInnen durch einen einfachen Wechsel zu anderen Energieanbietern.

Zur Zeit wechseln jedoch nur wenige Eu-BürgerInnen ihre Energieversorger. Die Gründe dafür liegen laut Europäischer Kommission in den zu komplizierten Rechnungen, die es den KonsumentInnen schwer machen, die Angebote der verschiedenen Energieversorger zu vergleichen.

Nur 8% der EU-BürgerInnen hätten deshalb in den letzten zwei Jahren ihre Anbieter gewechselt, obwohl nur rund drei von fünf KonsumentInnen mit ihren Energieversorgern zufrieden sind.

Die Umsetzung der vereinbarten Massnahmen des Energiemarkt-Paketes sollen jetzt vorangetrieben werden, bei einem Treffen der Energie-Minister der Rates der Europäischen Union letzte Woche in Brüssel wurde die Dringlichkeit der Umsetzung des Energiemarkt-Paketes betont.

Die Einführung von sogenannten Smart-Metern, die es KonsumentInnen erlauben, ihren Strom- und Gasverbrauch genau zu messen und dadurch ihr Verbraucherverhalten zu steuern, wurde wiederholt als wichtiges Element der einzuführenden Massnahmen angeführt.

EurActiv - Artikel (en)
Europäisches Parlament - Dossier zur Europäischen Energiemarktreform