EU-Minister für Landwirtschaft und Fischerei einigen sich auf reduzierte Fangquoten für die Nordsee

Natur & Biodiversität, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs), Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Reduzierte Fangquoten für Seelachs und Kabeljau, höhere Quoten für Hering.

Letzte Woche einigten sich die Landwirtschaftsminister der EU während des Ministerrates in Brüssel (13./14. Dezember) auf verringerte Fangquoten für Seelachs und Kabeljau in der Nordsee für 2011.

So dürfen nächstes Jahr 13 Prozent weniger Seelachs und 20 Prozent weniger Kabeljau gefangen werden als im Vorjahr. Die Umweltstiftung WWF begrüßte die Entscheidung im Allgemeinen, kritisierte aber die Erhöhung der Fangquoten für Hering. Mit Blick auf die Fischereireform fordert der WWF eine bessere Kontrolle der Fischer, etwa mit Überwachungskameras an Bord der Schiffe. Dies soll gewährleisten, dass kein unerwünschter Beifang, wie etwa Jungfische oder verletzte Vögel, unbemerkt ins Meer zurück geworfen werden kann.

Der Rückwurf von Beifang ist eines der großen Probleme bei der Überfischung der Meere, da dieser nicht in die Fangquoten der Fischer eingerechnet wird, aber dennoch zu einer Ausdünnung der Fischbestände führt.

Weitere Informationen - Deutscher Naturschutzring
Pressemitteilung des Rates der Europäischen Union (en)