EU-Ökodesign: Heizungsvorschriften schwächer als gedacht
Energie, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
VertreterInnen der EU-Mitgliedstaaten haben sich auf neue Ökodesign-Vorschriften für Heizungen und Warmwasserbereiter geeinigt. Die neuen Vorschriften betreffen die Energieeffizienz, das Speichervolumen sowie den Stickoxidausstoß der Geräte.Die Ergebnisse der sechsjährigen Verhandlungen stoßen auf Kritik. So hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, elektrische Heizungen mit einem Warnhinweis zu versehen, der Verbraucher auf ihren hohen Energieverbrauch hinweist und empfiehlt, sie daher nicht als primäre Heizquelle zu verwenden. Von einigen Industriegruppen und Mitgliedstaaten zurückgewiesen, werden derartige Warnhinweise nur auf tragbaren elektrischen Heizungen zu finden sein. Auch weitere Standards, besonders im Bereich Energieeffizienz, wurden abgeschwächt.
Die Verordnung 813/2013 für Heizungen und Verordnung 814/2013 für Warmwasserbereiter werden beide am 26. September 2015 in Kraft treten. Es gibt mittlerweile 21 produktspezifische Verordnungen, die alle auf der Ökodesign-Richtlinie basieren.
Auf der (englisch-sprachigen) Webseite der „Cool Products for a Cool Planet“-Kampagne kann man sich über die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ökodesign-Richtlinie informieren. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Aktion mehrerer europäischer Umweltschutzorganisationen, die sich für energieeffizientere Haushaltsgeräte einsetzen. Auch das European Environmental Bureau (EEB) unterstützt diese Kampagne. [ih, Quelle: DNR]
Quelle, DNR: Heizungsvorschriften schwächer als gedacht
Cool Products for a Cool Planet
Verordnung 813/2013
Verordnung 814/2013