EU-Ökolabel: Vergabe soll vereinfacht werden

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Als Teil des Aktionsplanes für nachhaltige Konsum- und Produktionmuster hat die Europäische Kommission am 16.7.2008 auch einen Legislativvorschlag zur Revision der Verordnung über das EU-Ökolabel „die Blume“ vorgelegt. Darin schlägt sie insbesondere eine Beschleunigung des Prozesses vor, mit dem Umweltkriterien definiert werden – und eine Vereinfachung für die sich bewerbenden Unternehmen.
Die Europäische Kommission erhofft sich dadurch, bis 2015 die Zahl der Produktgruppen, für die das Label beantragt werden kann, auf 50 zu steigern und bis dahin einen Marktanteil von 10 % für zertifizierte Produkte zu erreichen.

Durch die gemeinsame Behandlung des Vorschlages mit jenen zum Ökodesign und der grünen öffentlichen Beschaffung soll weiters eine größere Kohärenz erreicht werden.

Das Europäische Umweltbüro EEB fürchtet, dass die Vereinfachungen beim Ökolabel die Synergieeffekte durch die Verknüpfung mit der öffentlichen Beschaffung zunichte machen könnten – und der Glaubwürdigkeit des Ökolabels schaden werden.

Die Verordnung unterliegt dem Mitentscheidungsverfahren, Rat und Europäisches Parlament werden also gemeinsam entscheiden.

Verordnungsvorschlag COM(2008)401 (en pdf 207kb)
Deutsche Fassung, sobald verfügbar (COM(2008)401)
Website zum Aktionsplan nachhaltige Konsum und Produktionsmuster (en)
Pressemeldung EEB (en)