EU-Parlament stimmt gegen grenzüberschreitende Gigaliner

Verkehr & Luft & Industrie

In der Plenarabstimmung zum grenzüberschreitenden Einsatz von Gigalinern konnte nach intensiven Verhandlungen durch den österreichischen Berichterstatter Jörg Leichtfried gestern, am 15. April 2014, im EU-Parlament eine große Mehrheit gegen den Kommissionsvorschlag gefunden werden (606 für die Ablehnung des Kommissionsvorschlages, 54 dagegen, 12 Enthaltungen). “Damit sind die grenzüberschreitenden Fahrten der Monster-LKW vom Tisch, Österreich erspart sich milliardenschwere Umbauarbeiten. Insgesamt eine gute und richtige Entscheidung für mehr Umweltschutz”, sagt EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Chefverhandler des EU-Parlaments zu Gigalinern.

Auch Verkehrsministerin Doris Bures begrüßt diese Entscheidung. Nicht nur, dass diese Fahrzeugkombinationen für die Infrastruktur sehr teuer kämen und das Unfallrisiko erhöhen würden, Studien warnen außerdem vor massiven Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr. Die Bahnen würden demnach mehr als 70 Prozent ihres Frachtvolumens im kombinierten Verkehr verlieren.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die über 25 Meter langen Riesen-Laster für den grenzüberschreitenden Verkehr in der EU zuzulassen. Bis jetzt werden diese nur in Skandinavien, den Niederlanden sowie versuchsweise in Teilen Deutschlands eingesetzt, mit dem Vorschlag der Kommission wären jedoch umliegende Mitgliedstaaten unter Druck geraten, diese ebenfalls auf ihren Straßen zuzulassen.

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Jörg Leichtfried Pressemitteilung