EU-Parlament: Umweltausschuss billigt Reform des Emissionshandels

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Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat am 24. Februar 2015 eine Reform des Emissionshandels verabschiedet.

Der Emissionshandel wurde eingeführt, um die Emissionen zu senken und den Klimawandel zu bekämpfen. Da zur Zeit zu viele Emissionszertifikate auf dem Markt sind, haben Firmen keinen Anreiz, ihre Emissionen zu reduzieren. Durch die sogenannte Marktstabilisierungsreserve soll die Anzahl der Zertifikate reduziert werden. 2013 gab es einen Überschuss von zwei Milliarden Zertifikaten. Bis 2020 könnte nach Angaben des EU-Parlaments der Überschuss auf 2,6 Milliarden ansteigen.


Ein großer Überschuss reduziert den Anreiz für Investitionen in umweltfreundliche Technologien. Um diesen Überschuss zu reduzieren, soll jetzt eine Marktstabilisierungsreserve geschaffen werden, wenn der Überschuss eine bestimmte Menge überschreitet. Zertifikate würden dann vom Markt genommen und in einer anderen Reserve gelagert, um Ungleichgewichte zu vermeiden. Bei Bedarf könnten die Zertifikate auch zurück auf den Markt gebracht werden.


Das EU-Parlament möchte diese Marktstabilisierungsreserve bereits ab Ende 2018 einsetzen, die Kommission erst ab 2021. Vertreter des Parlaments werden nun beginnen, mit dem Ministerrat über die Marktstabilisierungsreserve zu verhandeln.

EU-Parlament Pressemitteilung