EU-Parlament will Nanotechnologie und Klonen regulieren

Chemie & Nanotechnologie, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Lebensmittel, die mittels Nanotechnologie hergestellt wurden oder von geklonten Tieren stammen, sollen strenger reguliert werden. Auf diese Forderungen einigte sich der Umweltausschuss des EU-Parlaments am 24. November 2014, berichtet der „Informationsdienst Gentechnik“. Jetzt geht es in die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten.

Ein Entwurf des nordirischen Abgeordneten James Nicholson zur Regulierung von „Neuartigen Lebensmitteln“ wurde vom Umweltausschuss des EU-Parlaments mit 57 zu 4 Stimmen angenommen. Es gab 2 Enthaltungen.

Nano-Lebensmittel sollen nach dem Willen des EU-Parlaments erst nach einer entsprechenden Unbedenklichkeitsüberprüfung in Umlauf gebracht werden dürfen. Auch Verpackungen, die Nanomaterialien enthalten, sollen demnach nur genutzt werden dürfen, wenn nachweislich keine schädlichen Wirkungen zu befürchten sind.

Der grüne EU-Parlamentarier Martin Häusling begrüßt auch die das Ergebnis der Abstimmung über geklonte Tiere. „Solange es keine eigene Gesetzgebung zu Lebensmitteln aus geklonten Tieren gibt, müssen nun alle Lebensmittel, die von Klontieren oder deren Nachkommen stammen, dementsprechend gekennzeichnet sein“, so der Grüne zum „Informationsdienst Gentechnik“.

61 Mitglieder des Umweltausschusses stimmten außerdem dafür, jetzt die Verhandlungen über die Regulierung der „novel foods“ mit der EU-Ratspräsidentschaft aufzunehmen. Italien hat derzeit den Vorsitz im Rat inne.

EU-Parlament Pressemitteilung (Englisch)
Informationsdienst Gentechnik: EU-Parlament will Nanotechnologie und Klonen regulieren