EU-Rat will kostenlose ETS-Zertifikate für energieintensive Industrie erhöhen

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf eine gemeinsame Position zur geplanten Anpassung des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) verständigt. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 soll die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten für jene Sektoren erhöht werden, für die die ETS-Benchmarks für Wärme und Brennstoffe gelten. Dafür sollen rund 88 Millionen zusätzliche Zertifikate aus der für die kostenlose Zuteilung verfügbaren Menge genutzt werden. Nach Berechnungen der Europäischen Kommission entspricht dies einer Kostenentlastung für die betroffenen Unternehmen von rund sechs Milliarden Euro.

Zusätzliche Gratiszertifikate sollen Industrie entlasten

Darüber hinaus nahm der Rat weitere 33 Millionen Emissionszertifikate in seine Position auf. Diese waren bislang nicht vergeben worden, weil bestimmte Anlagen die Voraussetzungen für eine kostenlose Zuteilung im Rahmen des ETS nicht erfüllt hatten. Die Änderung soll insbesondere Branchen unterstützen, die aufgrund ihrer hohen Energieintensität einem erhöhten Risiko von Carbon Leakage ausgesetzt sind. Sie ist Teil der laufenden Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandelssystems.

Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament folgen

Der Vorschlag der Europäischen Kommission wurde im Juli 2026 vorgelegt und reagiert auf Bedenken von Industrie und Mitgliedstaaten hinsichtlich der für 2026 bis 2030 abgesenkten Benchmarks für die kostenlose Zuteilung. Als nächster Schritt muss das Europäische Parlament seine Position festlegen. Anschließend können die Verhandlungen zwischen Rat und Parlament über den endgültigen Gesetzestext beginnen.

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