EU-Rechnungshof kritisiert Verwaltung des Fonds für regionale Entwicklung

Natur & Biodiversität

"Die Kommission und die Mitgliedstaaten müssen den
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung besser für
die Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt
nutzen", fordert der Europäische Rechnungshof (EuRH), in einem am 17. September 2014 veröffentlichen Sonderbericht.

Aus diesem Sonderbericht (Nr. 12/2014) mit dem Titel "Ist der EFRE bei der Finanzierung von Projekten zur
direkten Förderung der Biodiversität im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie für das Jahr 2020 wirksam?"
geht hervor, „dass die EU-Mitgliedstaaten bei der Inanspruchnahme von Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die zur Finanzierung von Projekten zur Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt bestimmt sind, im Vergleich zu anderen EFRE- Ausgabenbereichen im Rückstand sind. Damit der EFRE im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Strategie zur Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt bis 2020 weiterhin als nützliches Instrument betrachtet werden kann, sollte die Kommission die Mitgliedstaaten stärker bei der Umsetzung spezifischer Schutz- und Bewirtschaftungspläne für natürliche Lebensräume und Arten unterstützen. Außerdem muss die Überwachung der Durchführung und der Auswirkungen der Biodiversitätsprojekte verbessert werden.“

Die Mitgliedstaaten wiesen der direkten Förderung der Biodiversität und dem Naturschutz im Programmplanungszeitraum 2007-2013 insgesamt EFRE-Mittel in Höhe von 2,8 Milliarden Euro zu.

Der Sonderbericht Nr. 12/2014 steht als Download auch in deutscher Sprache auf der Webseite des EU-Rechnungshofes zur Verfügung.

EU-Rechnungshof Pressemitteilung
Sonderbericht Nr. 12/2014