EU-Renaturierungsgesetz: Rat gibt endgültig grünes Licht
Mit dieser Verordnung sollen Maßnahmen ergriffen werden, um bis 2030 mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresflächen der EU und bis 2050 alle Ökosysteme, die eine Wiederherstellung benötigen, wiederherzustellen. Für jedes der aufgeführten Ökosysteme - von Land- über Meeres- und Süßwasser- bis hin zu städtischen Ökosystemen - werden spezifische, rechtsverbindliche Ziele und Verpflichtungen für die Wiederherstellung der Natur festgelegt. Die Verordnung zielt darauf ab, den Klimawandel und die Auswirkungen von Naturkatastrophen abzuschwächen. Sie wird die EU dabei unterstützen, ihre internationalen Umweltverpflichtungen zu erfüllen und die europäische Natur wiederherzustellen.
Position der Umweltschutzorganisation Umweltdachverband
Umweltdachverband, Naturschutzbund Österreich, Österreichischer Alpenverein, Naturfreunde Österreich und BirdLife Österreich begrüßen die richtigen und wichtigen Schritte. In der Sitzung des EU-Umweltrates wurde das EU-Renaturierungsgesetz inklusive der Stimme Österreichs endgültig beschlossen. „Das gemeinsame Ergebnis liefert zentrale Zielvorgaben zur Erholung der Natur, bietet für die Mitgliedstaaten aber auch ausreichend Freiraum und Finanzierungshilfe für eine praxisgerechte Umsetzung. Eine Außer-Nutzung-Stellung im Bereich der land- und forstwirtschaftlichen Flächen beruht auf Freiwilligkeit – niemand in Österreich ist zum Mitmachen gezwungen. Bundesministerin Leonore Gewessler hat mit ihrer rechtskonformen Zustimmung Verantwortung gezeigt, denn Europa kann seinen Wohlstand nur bewahren, wenn es die Folgen der ökologischen Krisen eindämmt und ihre Ursachen bekämpft. Jetzt gilt es, den Auftrag zur Rettung der Natur in einen nationalen Wiederherstellungsplan zu übersetzen“, so Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.
„Das Renaturierungsgesetz ist die wichtigste Entscheidung zum Schutz unserer Natur und die Grundlage für das Überleben der jetzigen und kommenden Generationen“, freut sich Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. „Endlich gibt es ein verbindliches, gesamteuropäisches Konzept, um unsere Natur langfristig zu erhalten. Damit wurden auf EU-Ebene gleiche Bedingungen für alle Mitgliedstaaten geschaffen. Das ist die einzig richtige Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise“, betont Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich. „Die Vernunft hat gesiegt, Mensch und Natur haben gewonnen. Respekt vor Österreichs Entscheidung“, freut sich Birgit Mair-Markart, Geschäftsführerin des Naturschutzbund Österreich über das Abstimmungsergebnis. „Das ist eine wichtige Entscheidung insbesondere auch für die wertvollen alpinen Naturräume und unser menschliches Wohlergehen“, ergänzt Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen Alpenvereins.
Positionen der Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich bewertet den Beschluss des EU-Renaturierungsgesetzes als “historischen Fortschritt” der europäischen Umweltpolitik, weil es jetzt erstmals verbindliche Wiederherstellungsziele gibt. Die Greenpeace-Sprecherin Ursula Bittner sagt: „Dieser Beschluss ist ein Meilenstein für Europa. Umweltministerin Gewessler hat volle ökologische Verantwortung übernommen und so das wichtigste Naturschutzgesetz überhaupt für Europa möglich gemacht. Das ist eine großartige Nachricht für unsere Natur, zahllose bedrohte Arten und unsere Zukunft.” Und auch die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt, dass Umweltministerin Gewessler Verantwortung übernommen hat und den Beschluss des Gesetzes möglich machte.
Nature restoration law: Council gives final green light
Umweltdachverband: Ja zum EU-Renaturierungsgesetz bedeutet Ja zu Wohlstand und Klimaschutz in Europa
GLOBAL 2000 erfreut über Ja zu EU-Renaturierungsgesetz
Greenpeace: Gewessler macht wichtigstes europäisches Naturschutzgesetz möglich
WWF: Neues Renaturierungsgesetz ist “großer Sieg für die Natur”