EU-Kommission setzt sich für die biologische Vielfalt ein
Von der Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Wäldern bis hin zur Unterstützung von Bestäubern, der Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Gewässern und der Begrünung von Städten setzt die EU-Kommission ihre Bemühungen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur im Vorfeld der COP17 des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt im Oktober dieses Jahres in Eriwan, Armenien, fort. Der Schutz und die Wiederherstellung der Natur ist auch ein wirtschaftliches Gebot. Jeder Euro, der in die Wiederherstellung der Natur investiert wird, kann durch gesündere Ökosysteme, saubereres Wasser, eine widerstandsfähigere Landwirtschaft und geringere klimabedingte Schäden einen wirtschaftlichen Nutzen zwischen 4 und 38 Euro bringen.
Von den Zielen zur Umsetzung in der Praxis
Die EU hat ihren Rahmen für die biologische Vielfalt in den letzten Jahren durch bahnbrechende Initiativen wie die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur, den Fahrplan für Naturgutschriften und einen stärkeren Schutz von Wasser, Böden und Ökosystemen erheblich gestärkt. Der Schwerpunkt liegt nun eindeutig auf der Umsetzung. In ganz Europa arbeiten die Mitgliedstaaten im Rahmen der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur nationale Wiederherstellungspläne aus, in denen konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel festgelegt sind. Diese Bemühungen bringen bereits praktische Vorteile für die Bürger - Verbesserung der Wasserqualität, Verringerung von Überschwemmungs- und Waldbrandrisiken, Förderung der Ernährungssicherheit, Wiederherstellung von Bestäubern und Stärkung der lokalen Lebensgrundlagen. Das Natura-2000-Netz bleibt der Eckpfeiler der europäischen Biodiversitätspolitik. Mit mehr als 27 000 Schutzgebieten in ganz Europa werden einige der wertvollsten Ökosysteme des Kontinents geschützt und gleichzeitig nachhaltiger Tourismus, Landwirtschaft und ländliche Gemeinschaften gefördert. Lokale Veranstaltungen tragen in ganz Europa dazu bei, die Bürger:innen wieder mit der Natur in Kontakt zu bringen und das Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Lebensqualität zu schärfen. Weltweit helfen die von der EU unterstützten Projekte von For Our Planet den Gemeinden bei der Wiederherstellung von Ökosystemen, dem Schutz wildlebender Tiere und der Stärkung der Klimaresistenz und zeigen, wie lokale Lösungen zu globalen Maßnahmen für die biologische Vielfalt beitragen können.
Verstärkte Investitionen in die Natur
Gesunde Ökosysteme sind die Grundlage für Nahrungsmittelsysteme, sauberes Wasser, Klimaresistenz und langfristige wirtschaftliche Stabilität. Um all dies zu erreichen, ist die Finanzierung entscheidend. Die EU erforscht neue Instrumente, wie Naturkredite, um private Investitionen in die Natur zu erhöhen und die wirtschaftliche Bedeutung der biologischen Vielfalt zu stärken. Auf globaler Ebene unterstützt die EU innovative Finanzierungsmechanismen für die biologische Vielfalt. Und die EU bleibt einer der weltweit führenden Geber für die biologische Vielfalt und ist auf dem besten Weg, die internationale Finanzierung für die biologische Vielfalt im Rahmen des aktuellen mehrjährigen Finanzrahmens im Vergleich zum vorherigen Zeitraum zu verdoppeln.
Impulse für die COP17
Zum ersten Mal seit der Verabschiedung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming und Montreal im Jahr 2022 werden die Regierungen im Rahmen der Globalen Überprüfung der Umsetzung die kollektiven globalen Fortschritte bei der Verwirklichung der Biodiversitätsziele für 2030 bewerten - einschließlich der Verpflichtungen, 30 % der Land- und Meeresflächen zu schützen, degradierte Ökosysteme wiederherzustellen und die Finanzierung der biologischen Vielfalt auszuweiten. Die EU war die erste Vertragspartei, die ihren 7. nationalen Bericht im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt vorgelegt hat, der eine transparente Bewertung der Fortschritte bei der Verwirklichung der Biodiversitätsziele enthält. Der Bericht bestätigt, dass zwar Fortschritte erzielt wurden, die Umsetzungsbemühungen jedoch erheblich beschleunigt werden müssen, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Vor einem schwierigen geopolitischen Hintergrund arbeitet die EU weiterhin mit internationalen Partnern, Koalitionen, indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften, Unternehmen und der Zivilgesellschaft zusammen, um die Dynamik aufrechtzuerhalten und die Dringlichkeit globaler Biodiversitätsmaßnahmen zu unterstreichen.
From local action to global impact: EU delivers on biodiversity ahead of CBD COP17