EU-Staaten können sich nicht auf die Zulassung von Genmais einigen

Die EU-Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel berieten am vergangenen Freitag (27. 1.) über die Zulassung für drei Sorten von gentechnisch verändertem Mais. Da weder eine Mehrheit für die Zulassung noch für ein Verbot gefunden wurde, ist nun die Kommission am Zug.

Bei den drei Sorten handelt es sich konkret um Mon801 des Herstellers Monsanto sowie die Erstzulassung für die Sorten Bt11 und 1507 der Anbieter Syngenta aus der Schweiz und Dupont aus den USA. Ersterer wurde bereits 2007 erstmals zugelassen und wird in einigen EU-Staaten angebaut, namentlich in Spanien und Portugal sowie in kleinerem Umfang auch in Rumänien, Tschechien und der Slowakei.

In 17 Staaten ist der Anbau dagegen verboten, darunter Österreich, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Polen, Dänemark und Luxemburg. Deutschland würde allerdings einer Zulassung für Forschungszwecke zustimmen. In Belgien sowie dem Vereinigten Königreich ist der Anbau nur auf Teilen des Staatsgebiets verboten. Im Falle ersterer in der Wallonie, während in Großbritannien Schottland, Wales und Nordirland den Anbau ablehnen.

EurActiv: Genmais: Keine Mehrheit der EU-Staaten für Zulassung