EU-Studie: Politik muss Wert von Biodiversität erkennen
Natur & Biodiversität
WissenschafterInnen analysieren die Ursachen für Verluste der biologischen Vielfalt und die politischen Bestrebungen, diesen entgegen zu wirken.Eine im Auftrag der Europäischen Union erstellte Studie untersucht die wesentlichen Gründe für den weiter voranschreitenden Verlust der Artenvielfalt. Neben den allseits bekannten Ursachen für Biodiversitätsverluste – z.B. veränderte Landnutzung & Lebensraumbedingungen – weisen die AutorInnen auch auf politische, wirtschaftliche und soziale Faktoren hin. Wobei laut Studie vor allem unzureichende politische Maßnahmen hervorzuheben sind. Die WissenschafterInnen sehen das Hauptproblem darin, dass EntscheidungsträgerInnen auf allen Ebenen kaum der soziale, ökonomische und ökologische Wert von Biodiversität bewusst ist und daher der Schutz der biologischen Vielfalt in ihren Überlegungen nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Die AutorInnen zeigen jedoch nicht nur Ursachen für Biodiversitätsverluste auf sondern stellen auch politische Handlungsoptionen dar, um den oben erwähnten Druck auf bedrohte Ökosysteme zu reduzieren oder zu stoppen. Sie fordern eine internationale monetäre Bewertung von Ökosystemleistungen und eine effektive Umsetzung aktueller Richtlinien und Konzepte.
Study on understanding the causes of biodiversity loss (en)
siehe auch TEEB (en)