EU-Umweltbüro: Neue EUropainfo zu Mikroplastik und Umwelt
Chemie & Nanotechnologie
Die Ausgabe 1/2015 der EUropainfo, des Magazins des EU-Umweltbüros, beschäftigt sich mit dem Thema Mikroplastik und Umwelt. Das Magazin steht auf der Webseite des EU-Umweltbüros gratis als Download zur Verfügung.„Seit der Entwicklung der ersten synthetischen Polymere gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat Plastik in allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten“, schreibt Bernhard Zlanabitnig, Direktor des EU-Umweltbüros, in seinem Editorial. „Plastik ist billig, langlebig und komfortabel für uns. Die Schattenseiten wurden lange ignoriert. So wird die Langlebigkeit von Plastik zu einem großen Problem, wenn es in die Umwelt gelangt, wo es sich schlussendlich im Meer ansammelt. Langlebigkeit bedeutet aber nicht, dass es sich nicht verändert: Verschiedene Prozesse führen dazu, dass größere Plastikteile zu sogenanntem Mikroplastik, also Plastikpartikeln kleiner als 5 mm, zersetzt werden. Diese Mikroplastikpartikel sind besonders problematisch, weil sie von vielen Organismen aufgenommen werden und Schadstoffe an ihre Oberfläche binden.“
„Das Ausmaß und die Folgen von Mikroplastik sind schwer abschätzbar: Standardisierte Methoden zur Analyse fehlen oder werden von der Industrie erfolgreich verhindert, potenzielle Auswirkungen auf Ökosysteme und Organismen sind komplex und schwierig zu erheben. Erschwert wird die Forschung dadurch, dass Mikroplastik nicht gleich Mikroplastik ist – in Wahrheit handelt es sich um ein extrem heterogenes Gemisch aus Partikeln mit verschiedensten Eigenschaften.“
In dieser EUropainfo-Ausgabe wird das Thema Mikroplastik von vielen Seiten beleuchtet. Im ersten Teil wird der aktuelle Stand zu Ausmaß, Quellen und Folgen von Mikroplastik in der Umwelt präsentiert. Im zweiten Teil wird unter anderem von EU-Umweltkommissar Karmenu Vella erläutert, wie Politik und Umwelt-NGOs dem Problem der Mikroplastik-Verschmutzung begegnen und welche Maßnahmen dringend gesetzt werden müssen.