EU: Verbot des Handels mit Amphibien und Reptilien gefordert

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Tierschutzorganisationen fordern ein Verbot des Handels mit exotischen Haustieren in der Europäischen Union. Eine neue Studie weist nach, dass die Behandlung der meisten Amphibien und Reptilien auf den Märkten so schlecht ist, dass man von Tierquälerei sprechen kann. Die StudienautorInnen besuchten Märkte in Deutschland, Spanien und Großbritannien und konnten im Rahmen ihrer Untersuchungen unter anderem feststellen, dass die Amtstierärzte, deren Aufgabe die Überprüfung dieser Märkte und der Schutz der Tiere war, ihrer Aufgabe oft nicht ordentlich nachkamen.

Die AutorInnen weisen auch darauf hin, dass der Handel mit Reptilien und Amphibien in der EU zu einem immer größeren Problem für die heimischen Ökosysteme wird, da immer wieder exotische Tiere in Gegenden ausgesetzt werden, in denen sie nicht heimisch sind und dort großen Schaden in der Natur anrichten.

Auch die Bevölkerung sei durch den Handel mit diesen exotischen Tieren gefährdet, argumentieren die StudienautorInnen, da oft einfache Hygienevorschriften nicht eingehalten werden. So wurden zum Beispiel in Hallen, in denen zuerst mit exotischen Tieren gehandelt wurden, in Folge Veranstaltungen mit Kindern abgehalten.

Die Studie “Amphibian and Reptile Pet Markets in the EU: An Investigation and Assessment“ wurde gemeinsam von mehreren deutschen, britischen und spanischen Tierschutzorganisationen in Auftrag gegeben. Die Studie steht online als Download zur Verfügung.

Eurogroup for Animals: Pressemitteilung
Eurogroup for Animals - Studie