EU verstärkt Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Laut neuen veröffentlichen Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gibt es in Europa eine deutliche Zunahme multiresistenter Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Die Kommission will deshalb ihren „Kampf gegen die Antibiotikaresistenz“ verstärken, indem sie 15 neue Forschungsprojekte finanziert und harmonisierte Vorschriften für die Erhebung von Daten zur Antibiotikaresistenz von Tieren und Lebensmitteln erlässt.Für die neuen Forschungsprojekte werden insgesamt 91 Millionen Euro an EU-Mitteln bereitgestellt. „Diese Projekte, an denen ungefähr 44 kleine und mittlere Unternehmen sowie Universitäten und andere Forschungsorganisationen beteiligt sind, dienen der Entwicklung von neuen Antibiotika oder von Alternativen, wie zum Beispiel Phagen und Impfstoffen. Darüber hinaus zielen die Projekte darauf ab, die Antibiotikaresistenz innerhalb der Lebensmittelkette zu untersuchen und Nanotechnologien zu erforschen, mit deren Hilfe antimikrobiell wirkende Arzneimittel entwickelt werden könnten.“
Ein vor wenigen Tagen veröffentlichter Beschluss der Kommission enthält außerdem Vorschriften für die harmonisierte Erhebung von Daten zur Antibiotikaresistenz von Tieren und Lebensmitteln. Das „ist wichtig für die Vergleichbarkeit der Daten der einzelnen Mitgliedstaaten – sowohl im Bereich der Human- als auch der Tiermedizin – und für die Bewertung der durchgeführten Maßnahmen“.