EU-Wahl droht antieuropäische Protestwahl zu werden

3. Mai 2019

Einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge könnten viele WählerInnen mehrheitlich gegen, statt für eine Partei stimmen. JedeR zehnte EuropäerIn will für rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien stimmen. 

Zwei Drittel aller befragten EuropäerInnen (68 Prozent) gaben an, an der Europawahl teilnehmen zu wollen. In Deutschland sagen dies sogar fast drei Viertel aller Wahlberechtigten (73 Prozent). Doch bei ihrer Wahlentscheidung könnten sich die WählerInnen mehrheitlich von ihrer Ablehnung gegen bestimmte Parteien leiten lassen. 

Im Durchschnitt aller Parteien identifizieren sich nämlich nur rund sechs von 100 Wahlberechtigten (6,3 Prozent) positiv mit einer Partei. Dagegen hat fast jedeR Zweite (rund 49 Prozent) eine negative Parteiidentität, lehnt also eine oder sogar mehrere Parteien vollständig ab. 

6,2 Prozent der Befragten erklärten, sicher linksextreme oder linkspopulistische Parteien zu wählen. Der Anteil derjenigen, die in jedem Fall die Grünen wählen wollen, liegt laut der Erhebung bei 4,4 Prozent. 

Das geht aus der Bertelsmann-Analyse auf Basis einer Umfrage zu den Wahlabsichten bei der Europawahl 2019 hervor. Für die Studie „Europa hat die Wahl“ wurden in zwölf EU-Mitgliedstaaten insgesamt 23.725 Wahlberechtigte befragt.

 

Studie der Bertelsmann Stiftung „Europa hat die Wahl“ 

Quelle: DNR 

DNR: Studie: Europawahl droht antieuropäische Protestwahl zu werden