EU-Wahlen am 25. Mai: Der Kampf um Vorzugsstimmen
Am 25. Mai 2014 werden in Österreich die zukünftigen 18 Abgeordneten zum Europäischen Parlament gewählt. Die SpitzenkandidatInnen der österreichischen Parteien sind allgemein bekannt. Weniger bekannt sind PolitikerInnen, die auf den Wahllisten ihrer Parteien weiter unten gereiht sind und deshalb mit keiner sicheren Entsendung nach Brüssel rechnen können.Diese PolitikerInnen können nur durch Vorzugsstimmen ihre Chancen für eine Entsendung nach Brüssel verbessern und sie legen deshalb in ihrem Wahlkampf besonderen Wert auf direkte BürgerInnenkontakte. Für österreichische WählerInnen ergeben sich so viele gute Möglichkeiten potentielle EU-Kandidatinnen persönlich kennenzulernen.
Die prominenteste Politikerin im Kampf um Vorzugsstimmen in ihrer Partei ist Madeleine Petrovic, grüne Abgeordnete im niederösterreichischen Landtag. Petrovic wurde vom grünen Bundeskongress auf den aussichtslosen fünften Listenplatz gewählt, will aber dennoch den Sprung ins Europäische Parlament schaffen - was innerhalb der Grünen für erhebliche Kritik sorgt. Ihr Wahlkampf wird von den niederösterreichischen Grünen gemanagt, sie braucht rund 25.000 Vorzugsstimmen. Ihre Wahlkampftermine findet man auf der Webseite der niederösterreichischen Grünen.
Bei der SPÖ kämpft zum Beispiel die Leiterin des Wien-Büros in Brüssel, Michaela Kaur, um Vorzugsstimmen. Kaur ist eine der wenigen Kandidatinnen mit internationalem Background und langjähriger EU-Erfahrung, sie verbrachte schon ihre Kindheit in Brüssel. Bereits ihr Studium führte sie nach Italien, Deutschland, in die Schweiz und die USA. Sie war eine der ersten Praktikantinnen Österreichs bei der EU und spricht fließend Englisch und Französisch. Ihre Wahltermine und die Möglichkeit zu persönlichen Kontakten stehen auf ihrer Webseite zur Verfügung.
Die ÖVP ist zur Zeit mit sechs Abgeordneten im EU-Parlament vertreten. Da es bei der nächsten EU-Wahl nicht mehr 19 sondern nur noch 18 österreichische EU-ParlamentarierInnen geben wird und zu erwarten ist, dass die NEOS besonders der ÖVP WählerInnen abspenstig machen werden, wackelt die Entsendung der an sechster Stelle der ÖVP-Liste gereihten ehemaligen Justizministerin Beatrix Karl. Karl ist vor allem in der Steiermark im Wahlkampf aktiv und ihre Termine können über die Webseite der steirischen ÖVP in Erfahrung gebracht werden.
Die FPÖ konzentriert sich in ihrem EU-Wahlkampf vor allem auf ihren Obmann Hans-Christian Strache, der nicht als EU-Abgeordneter zur Verfügung steht, und ihren Spitzenkandidaten Harald Vilimsky. Der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Udo Landbauer ist auf dem fünften Listenplatz gereiht, seine Termine werden auf der EU-Webseite der FPÖ veröffentlicht.
Das EU-Umweltbüro stellt alle Parteiprogramme und KandidatInnen auf seiner Webseite unter dem Schwerpunkt-Tab „EU-Wahl 2014“ vor.
EU-Umweltbüro: Parteiprogramme und KandidatInnen Österreich
EU-Wahlkampf Madeleine Petrovic
EU-Wahlkampf Michael Kaur
EU-Wahlkampf Betrix Karl
EU-Wahlkampf Udo Landbauer