EU will Biodiversität vor invasiven Arten schützen
Natur & Biodiversität
Die Europäische Kommission hat am Montag, den 9. September 2013, neue Rechtsvorschriften vorgeschlagen, um die rasch wachsende Bedrohung durch invasive Arten zu verhindern und einzudämmen. Derzeit gibt es laut Angaben der Kommission in Europa mehr als 12.000 Arten, die gebietsfremd sind. Bei etwa 15 % davon handelt es sich um invasive Arten, und ihre Zahl steigt rasch an. Mit dem Vorschlag soll auf die zunehmenden Probleme reagiert werden, die diese invasiven Arten mit sich bringen.Laut Kommission verursachen invasive Arten in Europa jährlich Schäden im Wert von mindestens 12 Milliarden Euro und erzeugen zahlreiche ökologische Probleme. „Gebietsfremde Arten sind nach dem Verlust natürlicher Lebensräume die zweitwichtigste Ursache für den Verlust an Biodiversität“.
„Im Mittelpunkt des Vorschlags steht eine Liste invasiver gebietsfremder Arten von EU-weiter Bedeutung. Die Liste wird zusammen mit den Mitgliedstaaten unter Heranziehung von Risikoabschätzungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen erstellt. Bestimmte Arten werden in der EU verboten werden, so dass deren Einfuhr, Erwerb, Verwendung, Freisetzung und Verkauf hier nicht mehr möglich sein werden. Während des Übergangszeitraums werden besondere Maßnahmen ergriffen, um Fragen im Zusammenhang mit Händlern, Züchtern oder Tierhaltern zu berücksichtigen.“
„Die vorgeschlagene Verordnung wird jetzt vom Rat und vom Parlament geprüft. Die Mitgliedstaaten werden in die Erstellung der Liste umfassend eingebunden und können Vorschläge für die Aufnahme von Arten in die Liste einreichen. Die Regelung wird mit einem Informationsmechanismus, dem Informationsnetz für gebietsfremde Arten gekoppelt.“