EU will Handelsabkommen mit Australien und Neuseeland
25. Mai 18
Der EU-Rat der HandelsministerInnen gab am Dienstag in Brüssel grünes Licht zur Aufnahme von Gesprächen über Handelsabkommen mit Australien und Neuseeland. Für die Verhandlungen mit den beiden Ländern werden mindestens eineinhalb Jahre eingeplant. Ziel der Freihandelsabkommen mit den beiden Ländern ist der weitere Abbau bestehender Handelsschranken, die Abschaffung von Zöllen und ein besserer Zugang zu Dienstleistungen und öffentlichen Aufträgen in Australien und Neuseeland.
Während die EU Chancen in Sektoren wie Motorenausrüstung, Maschinenbau, Chemie, Lebensmittelverarbeitung und Dienstleistungen sieht, sollen Bereiche wie die Landwirtschaft geschützt werden.
Schon jetzt ist die EU der drittgrößte Handelspartner Australiens. 2017 lag das jährliche bilaterale Handelsvolumen bei mehr als 47,7 Milliarden Euro. Jenes mit Neuseeland betrug im Vorjahr mehr als 8,7 Milliarden Euro.
Unter Österreichs EU-Ratsvorsitz im zweiten Halbjahr dieses Jahres könnten zwei weitere Handelsabkommen unterschriftsreif sein: Jenes mit Japan könnte bereits Mitte Juli unterzeichnet werden, jenes mit Singapur bei einem EU-Asien-Gipfel im Oktober. Die EU-Kommission hat die Verhandlungsergebnisse für beide Abkommen im April vorgelegt. Auch die Gespräche mit Mexiko entwickelten sich gut und stünden vor einem Abschluss, hieß es am Dienstag in Brüssel.
Der Standard: EU beschloss Handelsverhandlungen mit Australien und Neuseeland