EU-Wohnungsbauplan bleibt hinter Erschwinglichkeit und Nachhaltigkeit zurück

Der Bericht des Parlaments enthält einige positive Elemente wie die Forderung nach Renovierungsfonds sowie Maßnahmen zur Überwachung der Gebäudenutzung und Anreize für den Abbau von Leerständen - womit anerkannt wird, dass wir bauen können, ohne neue Flächen zu beanspruchen. Letztendlich ist der Text jedoch nicht in der Lage, den Paradigmenwechsel herbeizuführen, den der beratende Ausschuss für Wohnungswesen der EU-Kommission im November 2025 gefordert hat. Stattdessen setzt der Bericht, ähnlich wie der Plan der Kommission für erschwinglichen Wohnraum, mit einem „Vereinfachungspaket für den Wohnungsbau“ auf mehr und schnelleres Bauen, was die Gefahr birgt, dass Gesundheits- und Naturschutzgesetze geschwächt werden, obwohl Gebäude der EU-Sektor mit dem größten ökologischen Fußabdruck sind.

Die Eurobarometer-Umfrage 2025 ergab, dass der Mangel an erschwinglichem Wohnraum das drängendste Problem für die Menschen in den Städten ist. 88 % glauben, dass energetische Sanierungen die Bezahlbarkeit verbessern könnten. Der Bericht des Parlaments enthält jedoch wenig, um sich für die Rechte der Mieter einzusetzen, trotz der Empfehlungen des Beirats und der Sozial- und Umweltorganisationen.

Parallel zur Abstimmung über den Wohnungsbau hat die EU-Kommission ihr Energiepaket für die Bürger:innen vorgestellt, in dem sie Maßnahmen zur Bekämpfung der Erschwinglichkeit von Energie und der Energiearmut vorschlägt. Das Paket umfasst Schritte zur Stärkung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Energiearmut, z. B. neue Finanzmittel durch das LIFE-Programm und aktualisierte Empfehlungen an die EU-Länder, sowie Bemühungen zur Bereitstellung von Vorfinanzierungen für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Unterstützung von Renovierungen. Diese Initiativen werden vom EEB zwar begrüßt, aber sie gehen nur einen Teil der Herausforderung an. Um Mieter und einkommensschwache Familien - und nicht nur Immobilieneigentümer - zu unterstützen und sicherzustellen, dass die Umstellung auf energieeffiziente Wohnungen den Bedürftigsten zugutekommt, sind nach wie vor stärkere Schutzmaßnahmen und gezielte Maßnahmen erforderlich.

EU housing vision falls short on affordability and sustainability once again, NGO warns