EUA-Bericht: Hohe Kosten durch industrielle Luftverschmutzung

Verkehr & Luft & Industrie

Die industrielle Luftverschmutzung resultiert in hohen Kosten für die Wirtschaft. Das ist das Ergebnis eines neuen Berichtes der Europäischen Umweltagentur (EUA) mit dem Titel „Kosten der Luftverschmutzung aus europäischen Industrieanlagen – eine aktualisierte Bewertung“.

Die Luftverschmutzung durch Europas größte Industrieanlagen kostet die Gesellschaft mindestens 59 Milliarden Euro, für das Jahr 2012 beliefen sich die Kosten womöglich auf bis zu 189 Milliarden Euro. Die Hälfte dieser Schadenskosten wurde von nur 1% der Industrieanlagen verursacht.

Die höhere Schätzung entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Finnland oder der Hälfte des BIP von Polen. Im Zeitraum 2008 - 2012 betrugen die geschätzten Kosten mindestens 329 Milliarden Euro und möglicherweise bis zu 1.053 Milliarden Euro.

Der Bericht steht als Download auf der Webseite der EUA in englischer Sprache zur Verfügung.

Der Bericht evaluiert auch eine Reihe von schädlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung, einschließlich vorzeitigem Tod, Krankenhauskosten, verlorene Arbeitstage, gesundheitliche Probleme, Schäden an Gebäuden und verringerte landwirtschaftliche Erträge. Die EUA nutzt eine Reihe von Kostenschätzungen, da die politischen Entscheidungsträger zurzeit mehrere Methoden anwenden, um Kosten von Schäden zu berechnen, die mit der Luftverschmutzung assoziiert werden.

Der Bericht nennt auch die Anlagen in Europa, die am meisten Schaden verursachen und die Kosten in jedem Land. An den ersten drei Stellen rangieren Industrieanlagen in Bulgarien, Polen und Rumänien. An 89. Stelle rangiert in Österreich als die Industrieanlage mit der höchsten Luftverschmutzung die voestalpine Stahl GmbH in Linz.

EUA Pressemitteilung
EUA Report: Costs of air pollution from european industrial facilities 2008 - 2012