„EUA-Signale 2020 – Hin zu einer schadstofffreien Umwelt in Europa“

29. Okt 20

Der am 23. Oktober veröffentlichte Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) betrachtet die Herausforderung, die Umweltverschmutzung in Europa bedeutet, aus mehreren Perspektiven. Die zentrale Frage dabei ist: Was ist Umweltverschmutzung und in welcher Weise betrifft sie uns und die Umwelt? Darin werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, Umweltverschmutzung zu beseitigen und zu verhindern.

Der Bericht „EUA-Signale 2020 – Hin zu einer schadstofffreien Umwelt in Europa“ (EEA Signals 2020 – Towards zero pollution in Europe) enthält einen Überblick über Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie weitere Aspekte dieses Themenkomplexes, der auf früheren veröffentlichten Informationen und Daten der EUA beruht. Bei diesem Bericht handelt es sich um eine jährliche, leicht verständliche Veröffentlichung, die eine Reihe kurzer Artikel mit Schlüsselthemen rund um die Themen Umwelt und Klima umfasst. Die letzten „EUA-Signale“-Berichte behandelten folgende Themen: Boden (2019), Wasser (2018) und Energie (2017).

„EUA-Signale 2020“ nennt Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität, die die Gesundheit der Menschen verbessern würden, die wichtigsten Bedrohungen für Europas Binnengewässer und Meere und Gründe, warum Bodenverschmutzung immer noch ein weit verbreitetes und wachsendes Problem ist. Der Bericht gibt einen Überblick über Trends der industriebedingten Umweltverschmutzung und zeigt auf, wie synthetische Chemikalien und Lärm die Gesundheit der Europäer beeinträchtigen. Ein Interview mit Francesca Racioppi, der Leiterin des Europäischen WHO-Zentrums für Umwelt und Gesundheit, bringt einen tieferen Einblick in die Auswirkungen verschiedener Arten von Umweltverschmutzung auf die Gesundheit. Professor Geert Van Calster von der Universität Leuven erläutert die Vor- und Nachteile des „Verursacherprinzips“.

Erst Anfang des Monats hatte die Europäische Kommission die Veröffentlichung ihrer Roadmap für den EU-Aktionsplan „Hin zu einer Null-Schadstoff-Strategie für Luft, Wasser und Boden – Schaffung eines gesünderen Planeten für gesündere Menschen“ (Towards a Zero Pollution Ambition for air, water and soil – building a Healthier Planet for Healthier People) verkündet. Damit will die EU Maßnahmen ergreifen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Als Teil des europäischen Grünen Deals schlägt die Europäische Kommission ein Null-Schadstoff-Ziel für Europa vor. Die Roadmap, die bis zum 29. Oktober 2020 für öffentliches Feedback zugänglich ist, führt die EU-Pläne zur Erreichung einer schadstofffreien Umwelt durch Vorbeugung, Beseitigung, Überwachung und Meldung von Umweltverschmutzung.

 

Europäische Umweltagentur: „Hin zu einer schadstofffreien Umwelt in Europa“