Eurobarometer: Klimawandel eines der größten globalen Probleme
Klima & Energie
62 % der EU-BürgerInnen halten den Klimawandel für eines der beiden größten Probleme, vor denen die Welt heute steht. Nur die Armut wurde mit 68 % als noch gravierender eingestuft. Dies geht aus einer aktuellen Eurobarometer-Untersuchung hervor, die am 11.9.2008 veröffentlicht wurde.Bezüglich der Bewältigung des Klimawandels herrscht aber überwiegend Optimisums: 60 % halten ihn nicht für unaufhaltsam, 65 % glauben, dass sich der Klimaschutz positiv auf die Wirtschaft auswirken kann.
58 % der Befragten glauben, dass die EU derzeit nicht genug für den Klimaschutz tut – noch schlechter bewerten sie aber Wirtschaft (76 %), die BürgerInnen selbst (67 %) sowie die Regierungen (64 %).
Eine deutliche Mehrheit (61 %) erklärte, selbst etwas für den Klimaschutz getan zu haben. Etwa 44 % der Befragten erklärten, sie seien bereit, mehr für Strom zu zahlen, wenn dieser aus klimaverträglicheren Quellen stammt, 30 % erklärten sich dazu nicht bereit.
Auffallend ist auch der große Unterschied im Wissensstand zum Klimawandel: Mehr als die Hälfte der Befragten sind der Meinung, dass sie über die Ursachen und die Folgen des Klimawandels sowie die Möglichkeiten für seine Eindämmung genug wissen. Mehr als 40 % halten sich selbst aber nach wie vor für schlecht informiert.
Für die Umfrage, die im März und April 2008 stattfand, wurden 30 170 BürgerInnen der EU-27, der drei Kandidatenländer sowie der türkischen Gemeinschaft Zyperns befragt.
Pressemeldung IP/08/1314 Kommission
Eurobarometer „Einstellungen der europäischen Bürger zum Klimawandel ” (pdf 2,7mb)