Eurobarometer: Überwältigende Mehrheit für mehr Wettbewerb im Bahnverkehr
Verkehr & Luft & Industrie
Rund 71 Prozent der EU-BürgerInnen befürworten eine Öffnung ihrer nationalen und regionalen Schienenverkehrssysteme. 78 Prozent erwarten von einem verstärkten Wettbewerb Vorteile für die Fahrgäste.Zur Zeit sind weniger als die Hälfte der EuropäerInnen (46 Prozent) mit den vorhandenen Angeboten der Eisenbahnsysteme zufrieden. Von einem verstärkten Wettbewerb durch mehrere Anbieter erwarten sich die EU-BürgerInnen viele Vorteile, darunter eine Reduktion der Fahrscheinpreise (72 Prozent), eine höhere Frequenz der angebotenen Fahrten (68 Prozent) oder mehr Pünktlichkeit (66 Prozent).
Für mehr als 40 Prozent der Menschen, die nie oder höchstens einmal pro Jahr mit dem Zug fahren, wären niedrigere Preise ein Anreiz für eine häufigere Nutzung (43 Prozent). Dieser Faktor gilt bei weitem als der wichtigste, ein besseres Netz mit mehr Strecken oder Bahnhöfen wird zum Beispiel nur von 20 Prozent der Befragten als Anreiz für eine häufigere Nutzung genannt.
Die meisten Befragten (71 Prozent) stehen einer Öffnung der Schienenverkehrssysteme für den Wettbewerb positiv gegenüber, sofern alle Betreiber die gleichen Sicherheitsstandards einhalten müssen.
Im Vergleich mit anderen EU-Ländern fahren die ÖsterreicherInnen relativ viel mit der Bahn. In Bezug auf die regelmäßige Nutzung des Bahnverkehrs steht Österreich an sechster Stelle, hinter Luxemburg, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Italien und Belgien.
EU-Kommission Pressemitteilung
Special Eurobarometer 388: Rail Competition (en, pdf)