Eurobarometer zeigt große Besorgnis über Biodiversitätsverluste
Natur & Biodiversität
90 % der EU-BürgerInnen sind der Ansicht, dass der Verlust der Biodiversität ein ernsthaftes Problem darstellt. Zu diesem Schluss kommt eine im November 2007 durchgeführte Eurobarometer-Umfrage, für die mehr als 25.000 BürgerInnen befragt wurden.Insgesamt scheint das Problem "wo anders" und "in der Zukunft" angesiedelt zu werden: Über die Biodiversitätsverluste im eigenen Land machen die BürgerInnen sich weniger Sorgen als über die weltweiten Verluste. Und nur 20 % der Befragten halten sich derzeit selbst für geschädigt durch Biodiversitätsverluste, 70 % glauben aber, sie selbst und ihre Kinder werden die Folgen später zu spüren bekommen.
Als Ursachen für die Biodiversitätsverluste nennen die Befragten insbesondere Luft- und Wasserverschmutzung sowie menschlich verursachte Katastrophen wie zB Industrieunfälle (27 %). Es folgen Klimawandel (19 %), Intensivierung der Landwirtschaft, Entwaldung und Überfischung (13 %). 8 % nennen den Bau von Straßen, Wohnungen und Industriegebieten als Ursache.
Angesichts der Besorgnis der BürgerInnen über die Biodiversitätsverluste überrascht es, dass 80 % angeben, noch nie etwas von Natura 2000, dem EU-Schutzgebietsnetzwerk gehört zu haben. Und auch von den anderen 20 % wissen nur wenige genau, worum es sich handelt. Umweltkommissar Dimas - für den Biodiversität neben dem Klimawandel eine persönliche Priorität ist - kündigte daher eine große Kommunikationskampagne für das Jahr 2009 an.
Pressemeldung IP/08/62 Kommission
Zusammenfassung des Eurobarometer (en pdf 502kb)
Eurobarometer Biodiversität (en pdf 6mb)
Blog Umweltkommissar Dimas (en)