Europäische Union tritt CITES-Abkommen bei
Natur & Biodiversität
Die Europäische Union ist die 181. Partei, die dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) beitritt. Das Übereinkommen deckt mehr als 35.000 Tier- und Pflanzenarten ab und soll sicherstellen, dass der Handel mit ihnen legal und nachhaltig bleibt.Im Anschluss an eine 2014 ins Leben gerufene öffentliche Konsultation haben die Dienststellen der Europäischen Kommission mit der Vorbereitung eines Aktionsplans gegen den Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten begonnen. „Der Beitritt zu CITES ist ein wichtiger Schritt bei der Ausarbeitung unseres Aktionsplans zur verstärkten Bekämpfung des illegalen Artenhandels. CITES ist das beste Instrument, über das die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen die Kriminalität im Zusammenhang mit dem illegalen und unhaltbaren Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten verfügt. Durch CITES haben wir die Möglichkeit, die gesammelten Erfahrungen bei der Zerschlagung anderer illegaler Netzwerke zu nutzen“, sagt Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei.
Durch CITES soll sichergestellt werden, dass der internationale Handel mit Arten freilebender Tiere und Pflanzen deren Überleben nicht gefährdet. Der illegale Artenhandel hat in den letzten Jahren ein nie da gewesenes Niveau erreicht und stellt inzwischen das viertgrößte illegale Geschäft weltweit dar. Nur das Geschäft mit Drogen-, Waffen- und Menschenhandel ist größer. Mehr als 20.000 Elefanten und 1.200 Nashörner wurden 2014 getötet. Nach Jahren der Erholung schrumpfen ihre Bestände nun erneut. Arten wie Menschenaffen, Tiger, Haie, Schildkröten, Schuppentiere, Korallen und Tropenholz werden illegal gehandelt, um eine weltweit steigende Nachfrage zu befriedigen.
Internationale Organisationen wie Interpol und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung arbeiten mit CITES zusammen und haben ihr Engagement im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität in diesem Bereich verstärkt. Das CITES-Übereinkommen bedeutet, dass als letztes Mittel auch Sanktionen ergriffen werden können, wenn Parteien wiederholt ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.
EU-Kommission Pressemitteilung
EU-Konzept zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels:
Über den EU-Beitritt zur CITES