Europäischer Rechnungshof fordert mehr Klimaschutz
21. Sept 17
Der europäische Rechnungshof hat die Energie- und Klimapolitik der EU überprüft und dazu einen Bericht veröffentlicht. Darin fordert er Brüssel dazu auf, mehr Emissionen einzusparen und konsequenter auf den Klimawandel zu reagieren. Bisherige Anstrengungen seien demnach nicht ausreichend.
Auch die derzeitigen Pläne zur Reduktion von Emissionen würden nicht die benötigten Ergebnisse bringen. Um die Klimaziele für 2030 zu erreichen, müssten die jährlichen Einsparungen in den nächsten zehn Jahren um 50 Prozent gesteigert werden, danach sogar auf 300-400 Prozent. Mit 79 Prozent der gesamten Emissionen in der EU sei besonders die Energieproduktion gefordert.
Auch die Energieziele einzelner Staaten wurden geprüft. So seien manche Projekte nicht wirtschaftlich und kosteneffizient und es seien teilweise Investitionshemmnisse entstanden. Der Rechnungshof nennt Beispiele in Deutschland, Dänemark, Großbritannien und anderen Ländern, in denen nicht kosteneffektiv investiert worden sei. Besonders kritisch wurde zum Transportsektor Bilanz gezogen, wo die Emissionen EU-weit zuletzt sogar angestiegen sind.
Euractiv: Europäischer Rechnungshof: EU muss sich schnellstens an den Klimawandel anpassen