Europäisches Parlament fordert EU-Länder auf, die Republik Kosovo anzuerkennen

Das Europäische Parlament hat fünf EU-Mitgliedsstaaten, die die Republik Kosovo noch nicht anerkannt haben, aufgefordert, dies zu tun.
Der Beschluss wurde mit 455 zu 155 Stimmen angenommen. Er fordert die Europäische Kommission außerdem auf, der Bevölkerung des Kosovo die Vorteile einer Kooperation mit der EU näher zu bringen.
Die Abgeordneten drängen die EU-27 darauf, ihren „gemeinsamen Ansatz zum Kosovo zu stärken“. Der Vorstoß richtet sich vor allem an jene fünf Mitliedstaaten – Zypern, Griechenland, Spanien, Rumänien und die Slowakei – die den Kosovo noch nicht offiziell anerkannt haben.
Für die EU sei es sehr wichtig, sich mit dem Kosovo zu beschäftigen, um die Stabilität und Sicherheit im Westbalkan, der direkten Nachbarschaft der EU, zu bewahren und auszubauen, so die ParlamentarierInnen. Die Möglichkeit eines geteilten Kosovo weisen die Europaabgeordneten entschieden zurück. Bewegung dürfte jedoch erst in den nächsten Wochen zu erwarten sein, wenn der Internationale Gerichtshof sein Urteil zur Legalität der kosovarischen Unabhängigkeitserklärung verkündet.

Artikel EurActiv