Europäisches Stromnetz: 35.000 Kilometer neue Leitungen bis 2020
Klima & Energie
Der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) hat einen Zehn-Jahres-Entwicklungsplan aufgestellt, der das europäische Stromnetz unter anderem auf die verstärkte Integration erneuerbarer Energiequellen vorbereiten soll.Der Zehnjahresplan, kurz TYNDP, soll zur Erreichung der europäischen Energieziele beitragen. Konkret soll der Plan ein hohes Niveau an Versorgungssicherheit gewährleisten, den grenzüberschreitenden Stromaustausch fördern und das europäische Übertragungsnetz auf einen höheren Anteil erneuerbarer Energiequellen vorbereiten.
In den nächsten 10 Jahren sollen etwa 35.000 Kilometer neuer Übertragungsleitungen entstehen, 7.000 Kilometer bestehender Übertragungsleitungen sollen ausgebaut werden. Diese insgesamt 42.000 Kilometer machen 14% der bestehenden Übertragungsleitungen aus.
44% der Arbeiten sollen in den kommenden fünf Jahren und die restlichen 56% im darauffolgenden Zeitraum fertig gestellt werden. Das Investitionsvolumen liegt zwischen 23 und 28 Milliarden Euro, wobei allein 12 bis 14 Milliarden Euro für die Finanzierung eines Übertragungsnetzes für Offshore Windkraftanlagen in der Nordsee verwendet werden sollen. ENTSO-E geht davon aus, dass 2020 ein Viertel der Energie von erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt wird.
Größtes Hindernis für alle Übertragungsprojekte bleibt die soziale Akzeptanz, so ein Sprecher des Verbandes.
ENTSO-E ist der Europäische Verband der Fernleitungsnetzbetreiber für Elektrizität und vertritt 42 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) aus 34 europäischen Ländern. Der Verband hat sein Arbeit im Juli 2009 aufgenommen.
Weitere Informationen(en)
ENTSO-E
Presseaussendung (en)
Bericht zum 10-Jahres-Plan