Europaparlament stimmt für frische Luft in Europa
Verkehr & Luft & Industrie
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute, Mittwoch, dafür gestimmt, dass der Vorschlag der EU-Kommission, der eine Deckelung der EU-weiten Luftverschmutzung bis 2030 vorsah, verbessert gehört. Die Richtlinie zur Luftqualität von 2008 soll die EU-Gesetzgebung zu Luftverschmutzungs- und Luftstandards straffen und wird derzeit überprüft. Es geht vor allem auch darum, die immensen Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu reduzieren.Louise Duprez, Policy Officer für Luftqualität im European Environmental Bureau (EEB), sagte im Anschluss an die Abstimmung: “Das Ergebnis der heutigen Abstimmung ist wirklich eine gute Neuigkeit für alle EuropäerInnen. Das Europaparlament zeigt, dass es Luftverschmutzung ernst nimmt. Das macht insbesondere deshalb Sinn, weil die Vorteile strenger Regelungen die Nachteile der Kosten durch Luftverschmutzung eindeutig überwiegen.”
Die heute vom Parlement geforderten Ziele sind höher als die von der Kommission vorgelegten. Auch sollen die Ziele bis 2025 bindend und nicht nur indikativ sein. Auch Quecksilber soll als ein Verschmutzer in die Richtlinie aufgenommen werden.
Die Abstimmung im Plenum wird für September erwartet.
Die Richtlinie verpflichtet die Mitgliedsstaaten zur Reduzierung der Feinstaubpartikel von durchschnittlich 20 Prozent bis 2020 und im Vergleich zum Niveau von 2010. Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur (EEA) sterben jedes Jahr 400.000 Menschen in der EU aufgrund von Luftverschmutzung.
EEB Pressemitteilung (Englisch)
Euractive
NEC Richtlinie (Englisch)
EEA (Englisch)