EuropaparlamentarierInnen fordern Nachbesserungen beim Zuschnitt der neuen EU-Kommission
46 Europaabgeordnete, darunter eine aus Österreich, haben in einem offenen Brief an den gewählten Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker ihre Besorgnis über die fehlende Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen Ausrichtung der neuen EU-Kommission zum Ausdruck gebracht.Sie bemängeln, dass die Konzepte von grünem und nachhaltigem Wachstum in Junckers Vorschlägen zur Umstrukturierung der Kommission nicht berücksichtigt wären. Daher drängen sie ihn, die „Mission Letters“ an die designierten Kommissare nachzubessern und sie um die Erfordernisse von Nachhaltigkeit, gutem Management der natürlichen Ressourcen, der Biodiversität sowie dem Wert einer risikoresistenten Gesellschaft und gut funktionierender Ökosysteme in allen Portfolios zu ergänzen.
Darüber hinaus fordern die EU-ParlamentatierInnen, Nachhaltigkeit mehr in den Fokus der Vizepräsidenten zu rücken und einen Vizepräsidenten für nachhaltige Entwicklung zu benennen. Außerdem solle er das 7. Umweltaktionsprogramm und die EU-Biodiversitätsstrategie dem Umweltportfolio hinzufügen.
Sie weisen Juncker darauf hin, dass die EU sich ein Wachstum auf Kosten von Umwelt und Gesundheit nicht leisten kann. Daher erwarten sie, dass die EU die Führung übernimmt, ihre Wirtschaft wirklich nachhaltig umzugestalten.
Auch die Green 10, Europas zehn größte Umweltorganisationen, richteten sich mit einem Appell an das Europaparlament, die neue Kommission so lange zu blockieren, bis einige strukturellen und inhatlichen Änderungen vorgenommen wurden. So fordern sie z.B. die Aufwertung des Portfolios der Slowenin Bratušek zu einer Kommissarin für Klimaschutz und Energieunion.
[bz; Quelle: DNR]
Quelle, DNR: Europaparlamentarier fordern Nachbesserungen beim Zuschnitt der neuen EU-Kommission
Brief der EU-Parlamentarier (Englisch)
Forderung Green 10