Europe Calling: Außenpolitik ohne Klima-Kompass? Die internationale Klimapolitik der neuen Bundesregierung
Noch im Entwurf des Koalitionsvertrags wurde die internationale Energie- und Klimapolitik als entscheidend hervorgehoben. Im finalen Vertrag jedoch fehlt nicht nur dieser Punkt, sondern auch das Klima als Priorität in der Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Dabei könnte eine strategische und auf die Grüne Transformation ausgerichtete Politik mit Deutschlands und Europas Partnern in der Welt genau die Lücken schließen, die Trump, Xi und Putin in die internationale Geopolitik reißen. Nicht zuletzt verfügen Länder des Globalen Südens auch über essentielle Rohstoffe, erneuerbare Energiepotenziale, wachsende Absatzmärkte und junge, gut ausgebildete Arbeitskräfte – alles wichtige Faktoren für die deutsche und europäische Wirtschaft und ihren steigenden Bedarf nach Energieimporten und Fachkräfteeinwanderung. Der Koalitionsvertrag lässt vermuten, dass diese Chance ungenutzt bleiben soll.
Das NewClimate Institute hat in einer Studie die Neuausrichtung der deutschen Außenwirtschafts- und Klimapolitik analysiert und konkrete Vorschläge erarbeitet, wie Klimapolitik als Hebel für außenpolitische Regierungsziele genutzt werden kann – und gleichzeitig dazu beitragen kann, den Anspruch Deutschlands und Europas, als globale Partner für die Grüne Transformation aufzutreten, zu unterstreichen und weiterzuentwickeln.