Europe Calling: Ein Neues Umwelt(straf)recht für Deutschland, Europa und die Welt
Konkret muss die EU-Richtlinie für den Schutz der Umwelt durch das Strafrecht in nationales Strafrecht überführt werden. Das Strafrecht ist eng mit den gesellschaftlichen Werten und Vorstellungen von Recht und Unrecht verbunden. Würde man “Ökozid”, also die massive Zerstörung des natürlichen Gemeinguts, national und global unter Strafe stellen, wäre ein großer Schritt zum Schutz für Natur und Umwelt getan.
In diesem Webinar, über 2 Jahre nach dem ersten Europe Calling zu Ökozid, sollen die Meilensteine der letzten 2 Jahren beleuchtet werden und überlegt werden, welche Meilensteine noch in der Zukunft anstehen.
Gäste sind:
Yuliia Ovchynnykova, ukrainische Abgeordnete, berichtet von “Ökozid” in ihrem Land. Sie war an der Entscheidung des Europarates beteiligt, schwerste Naturzerstörungen künftig unter besondere Strafe zu stellen.
Sue Miller, Chief Networks and Alliances Officer bei Stop Ecocide International, begleitet die rasante Entwicklung der internationalen Debatte um die Ergänzung des Völkerstrafrechts auf höchsten diplomatischen Ebenen.
Natalia Rudenko, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Stop Ecocide & Fridays for Future, war intensiv an dem Mitgliedsentscheid der DGVN beteiligt, die Einführung von Ökozid im internationalen Strafrecht zu unterstützen.
Dr. Stephan Sina, Senior Fellow am Ecologic Institute, ist Verfasser des Rechtsgutachtens zur Umsetzung der „Ökozid“-Regelung der EU-Umweltstrafrechts-Richtlinie in deutsches Recht.
Dr. Johannes Fechner, Justiziar und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, ist zudem Mitglied im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages - dieser ist federführend für die Umsetzung der EU-Richtlinie.
Kosten: keine