European Conference on EU Plant Variety Rights - 11. Oktober
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Große Kritik von KonsumentenschützerInnen an Patenten für Pflanzen.Am 11. Oktober findet in Brüssel die „European Conference on EU Plant Variety Rights in the 21st Century“ statt, die von der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der EU-Kommission organisiert wird.
Patente auf Pflanzen und Tiere sind ein heiß umstrittenes Thema, viele KonsumentenschützerInnen fordern den Patent-Stopp, da die Nachteile für Bauern, KonsumentInnen und die Umwelt sehr groß seien.
Die Organisation „No Patents on Seeds“ fordert in einem offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und an die EU-Kommission „keine Patente auf Tiere und Pflanzen“. Eine Unterschriftenliste zur Unterstützung der Aktion steht online zur Verfügung und wurde bereits von zahlreichen Tier-, Konsumenten- und Umweltschutzorganisationen sowie von vielen Privatpersonen unterschrieben.
Die Organisation kritisiert, dass Innovationen behindert werden, weil es anderen Züchtern nicht erlaubt ist, mit den patentierten Pflanzen und Tieren weiter zu züchten.
Patente seien außerdem der treibende Faktor hinter einer galoppierenden Marktkonzentration im Saatgutsektor, der Wettbewerb würde ausgeschaltet und kleine und mittelständische Züchter würden verdrängt werden.
Patente würden außerdem zu höheren Preisen für Landwirte führen, zu weniger Auswahl für VerbraucherInnen und zu negativen Auswirkungen auf die agrarische Vielfalt.
In einem Artikel mit dem Titel „Wem gehört das Saatgut?“ kritisierte die Wissenschaftlerin Birgit Müller jüngst in der Tageszeitung „Der Standard“ die Praktiken der Agrarindustrie und resümiert: „Das Saatgut ist zum Träger massiver politischer und wirtschaftlicher Interessen geworden“.
GD Gesundheit und Verbraucher: Konferenzinformation und Anmeldung (en)
No Patents on Seeds - Unterschriftenaktion (en)
Der Standard: Wem gehört das Saatgut?