European Environmental Bureau (EEB) kritisiert Aufweichung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte
Verkehr & Luft & Industrie
Geplante Sammelquote von 65 Prozent für Elektroschrott soll verschoben werden.Die Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte sieht eigentlich eine Sammelquote für Elektroschrott von 65 Prozent bis zum Jahr 2016 vor. Der Ministerrat hat sich allerdings für eine Aufweichung der Sammelquoten für Elektroschrott ausgesprochen, das Erreichen der Quote soll um vier Jahre, bis 2020 aufgeschoben werden.
Ein Entwurf des deutschen Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz (CDU) für die zweite Lesung des EU-Parlaments zur Überarbeitung der Richtlinie sorgt jetzt für neue Diskussionen.
Das European Environmental Bureau (EEB) hält besonders die Forderung von Karl-Heinz Florenz nach der Erhöhung der Sammelquote für Elektroschrott von 65% auf 85% bis zum Jahr 2016 und die dadurch entstehenden Anreize zur Weiterentwicklung der Elektrogeräte für unterstützenswert. Sollte dies durchgesetzt werden, könnten neue Arbeitsplätze entstehen und der Weg für nachhaltigere Produkte geebnet werden. Allerdings beinhaltet der Entwurf auch Punkte, denen das EEB kritisch gegenüber steht. So fordere Florenz eine Beteiligung aller Akteure, um die WEEE Ziele zu erreichen, während aber gleichzeitig nur rechtliche Verpflichtungen für die Hersteller bestünden. Außerdem würden Exportbestimmungen für WEEE gegenüber der ersten Lesung gemildert, auch wenn der Entwurf den Versuch unternehme, Schlupflöcher für illegale Exporte zu stopfen. [DNR, red.]
EEB-Presseaussendung (en)
DNR: WEEE: Diskussion um die Umgestaltung erneut in Gang gesetzt.