EVN klagt japanischen Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi

Energie

Die Energieversorgung Niederösterreich AG (EVN), die am Kohlekraftwerk 10 der Steag in Walsum bei Duisburg zu 49 Prozent beteiligt ist, wird rechtlich gegen das Generalunternehmerkonsortium, Hitachi Ltd. und Hitachi Power Europe GmbH, vorgehen.
Wegen Verspätungen beim Bau des Kraftwerk fordert das österreichische Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen nun 600 Mio. Euro Entschädigung.

Geltend gemacht werden sollen Schadensersatz für Verzug, verzögerungsbedingte Mehrkosten, die vorfinanzierten Reparaturkosten und Ausfälle durch entgangene CO2-Zuteilungen im Zuge des EU-Emissionshandels (ETS).

Die ursprünglichen Planungen sahen vor, dass die neue Anlage bereits im Jahre 2010 ans Netz gehen sollte. Dies war jedoch nicht möglich, da ein Kessel undicht war. Die dadurch notwendig gewordenen Reparaturarbeiten führten zu enormen zeitlichen Verzögerungen.

Am Montag wurde nun mitgeteilt, dass im Zuge einer Schiedsklage gegen das Konsortium vorgegangen werden soll.

ad-hoc Meldung EVN
RP online